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Der Bundesverband lesbischer und schwuler Polizeibediensteter in Deutschland e. V. (VelsPol Deutschland e. V.) veranstaltet vom 05.- 09.08.2009 in Hamburg das alljährliche Bundesseminar. Zu den Themenschwerpunkten gehören u. a. die Aufarbeitung der Schwulenverfolgung durch die Polizei während der NS- Zeit und die Internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen bestehende Homophobie im 21. Jahrhundert.
Unverständnis herrscht im Bundesvorstand darüber, dass die Hamburger Polizeiführung und Regierungsvertreter ihre Teilnahme am Empfang absagten. Die Hamburger Polizei sieht sich auch nicht in der Lage Vertreter zu entsenden. Der Bundesvorstand hatte die Hoffnung gehegt, dass wir mit den Gästen und den Seminarteilnehmern aus den deutschsprachigen Raum über aktuelle Themen ins Gespräch führen können.
Die Absagen sehen wir als eindeutiges Signal, dass die Verantwortlichen die bestehenden Probleme (Mobbing, Hassverbrechen gegen Homosexuelle und Erfassung dieser Straftaten) auszusitzen wollen. Dies deckt sich mit den Erfahrungen aus den Landesgruppen, dass alle Themenbereiche zur Homosexualität und deren Wechselwirkung von der Polizei totgeschwiegen werden.
Auch wenn Landesgesetze in Deutschland im Hinblick der beamtenrechtlichen Bestimmungen einzelner Bundesländer angepasst und somit teilweise bestehenden Diskriminierungen abgebaut wurden, ist die Akzeptanz in der Gesellschaft, insbesondere in der Polizei nicht wirklich angekommen. Aus diesem Grund werden wir unter dem Motto „Queer- Denken in der Polizei" am CSD in Hamburg, offen und erkennbar als Polizeibedienstete, teilnehmen.
Maik Exner-Lamnek
Bericht auch auf TIMM: http://www.timm.de/channels/category/3073?blogPostingId=b%3A12313a009141%3A46bea3443fda8%3A12cbae
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