VelsPol Deutschland

Das Mitarbeiternetzwerk für LSBT in Polizei, Justiz und Zoll

Ergänzungsausweis Vorderseite

Der Ergänzungsausweis ist ein Dokument zur Verhinderung von Diskriminierung und dient zur Unterstützung der Rechtssicherheit staatlicher Organe im Umgang mit transidenten und intergeschlechtlichen Menschen. Er verkörpert den nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (Az. 2 BVR 1833/95) gültigen Anspruch auf Anrede im bewussten und erklärten Geschlecht, sowie auf einen selbstgewählten Vornamen in der Kommunikation mit staatlichen Organen.

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Linus Giese ist trans* und wurde im Internet angefeindet. Im Tagesspiegel berichtet er über seine Erfahrungen mit der Polizei Berlin und deren Ansprechpersonen für LSBTI.

VelsPol Berlin-Brandenburg rät jedem Opfer von Hasskriminalität eine Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft zu erstatten. Unterstützung gibt es bei den Ansprechpersonen für LSBTI der Polizei Berlin und Brandenburg oder auch bei den Ansprechpersonen der Staatsanwaltschaft Berlin.

Am 03. Dezember 2015 fand der literarische Salon der Antidiskriminierungsstelle des Bundes "männlich, weiblich, fließend" im Literarischen Colloquium in Berlin-Wannsee statt. Unser Mitglied Aaron Nael Fleischer nahm an der Veranstaltung teil. Nachfolgend ein kleiner Rückblick von Aaron.

Literarischer Salon d. Antidiskriminierungsstelle d. Bundes "männlich, weiblich, fließend"

Zu Gast waren Thomas Meinecke, Aris Fioretos und Jayrome C. Robinet, als Moderation war Karen-Susan Fessel dort. 

Karen-Susan Fessel hat zu Beginn aus ihrem Jugendroman “Liebe macht Anders” gelesen. In diesem Roman geht es um den intersexuellen Teenager Anders, der mit seiner Familie in eine neue Stadt zieht und wie er mit seinem anders sein umgeht. 

Weiterhin hat Aris Fioretos aus seinem neuen Buch gelesen. In diesem Buch geht es um Magnus Hirschfeld und seinem Bedürfnis, immer  wieder Frauenkleider zu tragen. Und das im Deutschland der 1920iger Jahre. 

Zum Schluß kam Jayrome C. Robinet an die Reihe und performte zwei Auszüge aus seinem Erzählband “Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht”. Jayrome C. Robinet ist selbst eine eher Trans*männliche Person und eigentlich sogar schon unter Trans*, Inter* und Qeeren Personen recht prominent. Der erste Auszug war ein Gedicht in dem es in gewisser Weise um Sprache ging, aber auch um etwas autobiografisches. 

Der zweite Auszug war die Performens von positiven und negativen Worten und Gestiken, auf die wir im Laufe unserer Transition treffen, wobei er in der Performens auch sehr intensiv auf die jugendlichen Trans*Personen eingeht. 

 Am Schluss der Lesungen und nach den Interviews mit den Autoren, fand noch eine kleinen Diskussionsrunde statt.

Heute am 20.11.2016 wird wieder der alljährliche internationale Transgender Day of Remembrance („TDOR“) begangen Der TDOR ist ein „Gedenktag für die Opfer von Transphobie“, an dem der Opfer transphober Gewalt gedacht und auf diese Problematik aufmerksam gemacht wird.

Zusätzlich wird daran erinnert, dass Trans* in Deutschland immer noch massiven Diskriminierungen, Ausgrenzungen und einer anhaltenden Pathologisierung ausgesetzt sind.

BVerfG

Das Bundesverfassungericht hat mit sechs gegen zwei Stimmen Teile des Transsexuellengesetzes aus dem Jahr 1981 gekippt – zur Anerkennung ihres gefühlten Geschlechts müssen sich Betroffene nun nicht mehr Zwangsoperationen unterziehen.